Einleitung und Vorwort:

Im Norden Sumatras liegt einer der interessantesten Nationalparks der Erde: Der Nationalpark Gunung Leuser der mit knapp 9.000 Quatratkilometern eines der größten Naturreservate in den tropischen Regenwäldern Indonesiens ist. Er liegt zwischen den Provinzen Sumatera Utara und Aceh und wird vorwiegend über die über 3 Mio Einwohner zählende Stadt Medan touristisch erschlossen. Zusammen mit den Nationalparks Kerinchi-Seblat und Barisan Selatan bildet der Nationalpark Gunung Leuser das Naturdenkmal der tropischen Regenwälder von Sumatra, welches seit 2004 zum UNESCO-Welterbe zählt.

Der Park bietet eine Rückzugsmöglichkeit für viele Tierarten, die aufgrund der fortschreitenden Waldrodungen auf Sumatra bedroht sind, wo ein hohes Bevölkerungswachstum zu großräumigen Abholzungen für die Errichtung von Feldern, Plantagen und neuen Siedlungen führt.

Der Sumatra-Orang-Utan, der Sumatra-Tiger und das Sumatra-Nashorn, allesamt stark bedrohte Arten oder Unterarten, haben hier ihre größten Populationen, andere bekannte hier vorkommende Tierarten sind der Asiatische Elefant, der Siamang, Makaken, Languren, Fasane, Nashornvögel und das Leistenkrokodil.

Des Weiteren sind innerhalb des Parks sämtliche Arten der Waldbearbeitung strengstens verboten, dies gilt jedoch nicht für die in Privatbesitz liegenden angrenzenden Gebiete des Nationalparks…

PROJEKT GREEN LIFE

Ein Projekt zum Schutz des tropischen Regenwaldes auf Sumatra/Indonesien

Ziel des GREEN LIFE Projektes:

Ziel des GREEN LIFE Projektes ist die Schaffung eines privaten Reservates, zum Schutz und Neuaufbau des tropischen Regenwaldes rund um die Grenzen des Gunung Leuser Nationalparks. Das Reservat umfasst zunächst eine Größe von 10 Hektar, bestehend aus ca. 70% Regenwald und 30% aus bereits gerodetem Gebiet. Die gesamte Region unterliegt einem permanenten Rodungsrisiko, da hier Kautschukplantagen angelegt werden sollen. Das GREEN LIFE Projekt schützt das Gebiet vor Abholzung und forstet die bereits gerodeten Gebiete wieder auf. Darüber hinaus soll ein Regenwald-Zentrum gebaut werden, zur Dokumentation, für kulturelle und naturwissenschaftliche Zwecke, das darüber hinaus Öko-Tourismus im Gunung Leuser Nationalpark ermöglichen soll. Zukünftig ist geplant, das Reservat auf ca. 30 Hektar und damit auf das gesamte Tal zwischen den Bergen des Gunung Leuser Parks auszuweiten. Das GREEN LIFE Projekt fokussiert sich außerdem auf Ausbildungsprogramme für einheimische Schüler. Ziel des Unterrichts ist die Vermittlung eines harmonischen Einklangs einer Koexistenz zwischen Mensch und Natur.

Die Projektleitung des GREEN LIFE Projektes führt die PRALES DĚTEM association (Regenwald für Kinder). Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der indonesischen: Yayasan Kura Kura Nusa Penida – Foundation, die mit der Gemeinschaft der tschechischen und slowakischen zoologischen Gärten kooperiert. Innerhalb des Reservatsgeländes soll eine Tropenwald-Baumschule gegründet werden, in der Einheimische schnell wachsende Bäume neu einpflanzen können, die für die Wiederaufforstung geeignet sind. In 2010 soll die Wiederaufforstung der gerodeten Gebiete u.a. mit einem Freiwilligen-Arbeitsprogramm für Volontäre gestartet werden.

Projektbescheibung und Motivation:

Der Gunung Leuser Nationalpark gehört zu den wichtigsten und artenreichsten Nationalparks in ganz Südostasien. In einigen Gebieten angrenzend an den Gunung Leuser Nationalpark steht und wächst noch in ungeschütztem Privatbesitz befindlicher Regenwald. Die einheimischen Privatbesitzer wollen aus ihrem eigen Grund und Boden verständlicherweise Profit schlagen. Erste Kandidaten hierfür sind Firmen, die mit Gummi handeln. Die ansässigen Indonesier sehen daher die Zukunft der Regenwälder darin, sie abzuholzen und Kautschukplantagen daraus zu machen. Allerdings leben in diesen Regionen, in denen riesige Urwaldbäume stehen, Orang-Utans und Gibbons, viele Reptilienarten, Amphibien und Vögel. Weitere Gebiete rund um den Nationalpark sind bereits Opfer des Kautschukgeschäftes geworden. Aufgrund der Abgeschiedenheit der Region bleibt das gefällte Bauholz oft am Abschlagsort liegen und verfault. Tausende Tonnen Regenwald der Region auf mehreren hundert Hektar großen Regionen wurden zerstört; hier wachsen nun Kautschukbäume. Durch die anhaltende Weltwirtschaftskrise ist der Preis für Gummi stark gefallen. Am stärksten davon betroffen sind die Einheimischen, die den rohen Kautschuk sammeln. Ihr sinkendes Einkommen führt zu einer Suche nach neuen Verdienstmöglichkeiten, u.a. mit dem Verkauf von illegal gerodetem Holz. Am einfachsten kann man die Regenwaldhölzer rings um den Nationalpark „ernten“.

Die Grundstücksbesitzer lassen die Bäume fällen, um anschließend das Holz zu verkaufen, wodurch die nützlichen Regenwaldregionen bereits zerstört wurden. Durch die Rodung entsteht Eruption, die sich ebenfalls zerstörend auf die Natur auswirkt. Auch die Gegend hinter dem Gunung Leuser Nationalpark ist dabei unterzugehen. Der Lebensraum der Tiere wird zunehmend kleiner. In der aktuellen Zeit in der der Kautschukpreis sehr niedrig ist und das Wachstum stagniert, sind die lokalen Grundstücksbesitzer, deren Einkommen signifikant gesunken ist bereit, die Gebiete zu jedem Zweck zu verkaufen. Als Folge stehen nicht nur Regenwaldgebiete, sondern auch bereits gerodete Gebiete, die wieder aufgeforstet werden können, zum Verkauf. Die gesamte Rodung außerhalb des Nationalparks ist enorm. Insgesamt ist der Anteil der Zerstörung von natürlichen Ressourcen sehr hoch. Die einheimische Bevölkerung steht jeder Aktivität offen gegenüber, die Arbeit und Einkommen verspricht, sei es Bäume fällen, die Natur schützen oder neue Regenwälder pflanzen. Aktuell sind die tropischen Regenwälder die wichtigsten Ökosysteme unseres Planeten, allerdings sind es auch die am stärksten bedrohtesten. Das GREEN LIFE Projekt möchte den Regenwald schützen, die abgeholzten Gebiete wieder aufforsten, den Einheimischen Arbeitsmöglichkeiten anbieten, kulturelle Programme und Ausbildungsprogramme für Studenten etablieren, sowie Öko- und Abenteuer-Aktivitäten für Touristen anbieten. Das Projekt selbst soll u.a. von diesen Aktivitäten intern finanziert werden. Die Kosten für den Schutz der sich ausdehnenden Gebiete wird außerdem finanziert durch Sponsor-Geschenke, Spenden und die Arbeit von Volontären

Ziele des Projekts (Zusammenfassung):

– Schutz des aktuellen Bestandes an Regenwald außerhalb des Gunung Leuser NP – Erhaltung eines privaten Reservates von 10 – später bis zu 30 Hektar (komplettes Regenwald-Tal)

– Wiederaufforstung der gerodeten Gebiete und Neuaufbau des Regenwaldes

– Bau eines Tropenwald-Camps zum Schutz, zur Kulturerhaltung und Dokumentation, für Studien und zu ökotouristischen Zwecken

– Förderung des Ökotourismus zur Sensibilisierung der Tropenwald-Thematik und zur Motivation, an seinem Schutz aktiv teilzunehmen.

– Schaffung von Ausbildungsprogrammen zum harmonischen Zusammenleben von Mensch und Natur für indonesische Kinder und Jugendliche

– Unterstützung von Universitäts-Stipendien für junge, talentierte Studenten mit naturwissenschaftlichem Interesse

– Kooperation mit der Zentrale des Gunung Leuser Nationalparks, (BKSDA)

1. Das erste Ziel des GREEN LIFE Projektes, nämlich 10 Hektar von privat zu erwerben; ein Gelände bestehend aus einem Anteil von 70% Regenwald, welches an den Gunung Leuser Nationalpark, Sumatra in Indonesien angrenzt, ist bereits umgesetzt. Dieses Gebiet steht nicht unter Naturschutz und daher besteht die Gefahr der Rodung, für kommerzielle Kautschuk-Plantangen. Ein knappes Drittel des Regenwaldes ist bereits der Rodung zum Opfer gefallen. Auf den 10 Hektar, die von GREEN LIFE gekauft wurden, wird ein privates Reservat auf Sumatra errichtet und der Regenwald in Zukunft geschützt. Ein weiteres Hauptziel ist der vollumfängliche Stopp der zeitweiligen Abholzung für Bauholz innerhalb des Schutzreservates und ein langfristiger Erhalt der Tropen für die folgenden Generationen. GREEN LIFE wird den gerodeten Wald nach und nach wieder aufforsten.

Campen im Regenwald des Gunung Leuser Parks 2. Das GREEN LIFE Projekt möchte bis Ende 2010 das komplette Tal kaufen. Ein Teil des Tals gehört bereits heute zum geschützten Privatreservat. Der Rest des Tals würde dann vom gleichen Status profitieren. Die gesamte Region umfasst ca. 30 Hektar. Erst diese Größe reicht aus um natürliche Prozesse zu erhalten und wilden Tieren ein Territorium zur Verfügung zu stellen. Außerhalb der 30 Hektar ist es notwendig ca. 40% des Regenwaldes wieder aufzuforsten. Dieser zeitaufwändige Prozess kann nur dann funktionieren wenn alle Generationen die Gelegenheit bekommen, das Projekt kennen- und dessen Mehrwert schätzen zu lernen.

3. Das GREEN LIFE Projekt möchte auf dem gekauften Land für das Reservat ein Regenwald-Camp bauen mit drei Informations-Hütten. Dort wird es Angebote für Biologiestudenten, Naturwissenschaftler, Fotografen und Schützer, bzw. Liebhaber unberührter Natur geben. Diese haben die Möglichkeit, für mehrere Tage oder auch Wochen die Natur zu erleben und den tropischen Regenwald mit seiner Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Nichtsdestotrotz können auch Touristen hier entspannen und Energie tanken. Das Projekt soll gerade von diesen Einnahmen des Öko-Tourismus finanziert werden. Später sollen Arbeitsprogramme für Studenten und Volontäre eingerichtet werden, die Interesse am Schutz und Wiederaufbau des Regenwaldes oder an Beobachtungen der Tier- und Pflanzenwelt des Gunung Leuser Nationalparks haben.

4. Das GREEN LIFE Projekt wird mehrtägige Exkursionen in das Herz des Gunung Leuser Nationalparks anbieten, unter der Führung von erfahrenen Guides, die im Naturschutz ausgebildet sind und mit den anderen Guides des Nationalparks kooperieren. Ein weiterer Projektbeitrag besteht aus einer dauerhaften Förderung der Ausbildung von ca. vier Einheimischen. Mit der Vergrößerung des Reservates plant GREEN LIFE auch die Anzahl der Führer zu erhöhen. Die Einnahmen des „Öko-Abenteuer“-Tourismus‘ werden zur Finanzierung des Projektes und zur Ausweitung der Schutzgebiete und Weiterentwicklung der Ausbildungsprogramme für Jugendliche und Schüler verwendet.

5. Das GREEN LIFE Projekt möchte Ausbildung fördern und einem/-r Studenten/in eine Teilfinanzierung seiner oder ihrer Universitätsausbildung übernehmen. Nach erfolgreichem Abschluss soll diese Person dann für das GREEN LIFE – Projekt (RAINFOREST FOR CHILDREN) arbeiten.

6. Das GREEN LIFE Projekt und dessen laufenden Kosten sollen von den Mitgliedsbeiträgen der „Civil association PRALES DĚTEM o.s. (RAINFOREST FOR CHILDREN c.a.) gedeckt werden, die auch die Projektleitung inne hat.

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