How to buy a car in the US as a non-US citizen? The following travelogue should help to buy a car or camper instead of renting one, if you travel the US or Canada for a longer time.
This story is unfortunately only in German, but it is also not important for US-citizens.
Langzeiturlaub in den USA? Ein Fahrzeug oder einen Camper in den USA mieten oder kaufen? Hier erfahren, was man beim Autokauf in den USA beachten muss (gilt auch für Camper) –>  Jetzt wollen wir mal mit den Gerüchten aufräumen, dass es schwierig oder gar unmöglich sei, als Nicht-US-Amerikaner in den Vereinigten Staaten ein Auto zu kaufen, sowie es einigermaßen bezahlbar zu versichern und zuzulassen. Der günstigste Vermieter von Wohnmobilen war Wicked Camper USA und kostete immer noch 45 € pro Tag. Bei einer Verweildauer in den USA und Kanada von knapp 100 Tagen war uns das zu teuer, also wollten wir ein Fahrzeug kaufen und dann wieder verkaufen.
Jan hatte im Vorfeld einige Internetforen durchwühlt und war nur auf negative Aussagen gestoßen. Autokauf in USA unmöglich, hieß es. Somit hatten wir bei unserem Round-the-world Ticket zwei Inlandsflüge mit American Airlines gebucht und den Autokauf nach Kanada verlegt. Nachdem wir aber bereits in Miami eher per Zufall ein in Frage kommendes Fahrzeug gesehen hatten und mit einem Autohändler sprachen, gingen wir sofort nach der Landung in Los Angeles (am Sonntag-Nachmittag) auf die Suche.
Innerhalb von 1,5 Tagen hatten wir ein Fahrzeug gefunden, gekauft, versichert und zugelassen. Hier ein paar Hinweise für zukünftige Autokäufer in den USA (nachmachen auf eigene Gefahr ;-))
Zulassung
Der Gebrauchtwagen hat in der Regel bereits Nummernschilder, die entweder neu angemeldet oder umgemeldet werden. Um gleich losfahren zu können, wird eine vorläufige Registrierung beantragt, die sichtbar in der Frontscheibe befestigt wird und drei Monate gültig ist. Sinnvollerweise wird der Wagen in dem US-Bundesstaat angemeldet, in dem er auch gekauft wird. Da Touristen in der Regel dort keine Postadresse haben (ein Wohnsitz ist nicht notwendig) besorgt man sich entweder eine oder, wie in unserem Falle, meldet der Händler einfach seine Geschäftsadresse. Nach 2-4 Wochen kommen die endgültigen Papiere, diese lässt man sich dann einfach zuschicken.
Versicherung
Alle Versicherungen, die wir angefragt haben, mit einer Versicherung auf unsere deutsche Adresse, waren unbezahlbar, obwohl wir unsere ADAC-Mitgliedschaft dabei hatten, die angeblich mit dem AAA (das ist der US-ADAC) verknüpft ist. Außerdem hatte Jan sich von seiner Versicherung die unfallfreien Jahre auf Deutsch und auf Englisch bestätigen lassen, alles nutzlos. Das günstigste Versicherungsangebot, welches wir mit deutscher Adresse bekamen, waren 2.300 Dollares für 6 Monate. Jetzt, mit der kalifornischen Adresse, zahlen wir beim Versicherer „Statefarm“ 590,-$ für die Haftpflichtversicherung, immer noch streng, aber bezahlbar.
Die Dokumente
Der KFZ-Brief ist der „vehicle title“, auch „pink slip“ genannt, weil er rosa ist.
Ein Händler wird einen Kaufvertrag anfertigen, der dann als Eigentumsnachweis (Certificate of title) gilt. Die Nummernschilder bleiben i.d.R. am Fahrzeug, falls eine vorläufige Registrierung gemacht wurde, muss diese sichtbar am Fahrzeug angebracht werden (siehe oben).
Der Kauf selbst
Das ist das allereinfachste, vorausgesetzt man kauft beim Händler, der will die Kiste ja verhökern. Die völligen Selbstverständlichkeiten, wie „mach eine Probefahrt“, „kauf keinen geklauten Wagen“, „sieh zu, dass keine größeren Schäden dran sind“, „überprüf den technischen Zustand so gut Du kannst“ und „glaube dem Verkäufer kein Wort, der wird eh alles tun, damit Du bei ihm kaufst“ lassen wir mal weg 😉
Damit man hinterher nicht allzu dumm aus der Wäsche schaut, hier ein paar Hinweise. Einige haben wir vorher recherchiert, andere haben wir hinterher teuer bezahlt:
– Smog-Check: das ist sozusagen die AU, Abgas-Sonderuntersuchung, hält zwei Jahre und ohne bekommt man kein Fahrzeug zugelassen
– „As Is – No Warranty“: Gebrauchtwagen, insbesondere ältere, werden von Händlern gerne so verkauft. Und das meinen die dann auch so. Wir haben unseren Wagen 5 Tage nach Kauf zum Händler zurück gebracht, weil ein Klappern, das Jan bereits bei der Probefahrt moniert hatte, nicht gemacht wurde und zusätzlich die Motorsteuerungsleuchte anging. Der Kat war kaputt! In Deutschland hätte sich der Verkäufer 10 x entschuldigt und den Schaden sofort reparieren lassen, in den USA wollten die Jungs von Reparatur zu Lasten Händler nix wissen und deuteten vielsagend auf die „As Is“-Klausel. Jan beschwor den Verkäufer, dann noch einen anderen, schließlich den Geschäftsführer. Nix zu machen. Erst als er recht laut und ungemütlich wurde, ließen sich die mexikanischen Gebrauchtwagenschieber auf ein halbe-halbe ein und ein neuer Kat wurde eingebaut.
– alles schriftlich festhalten: das gilt wohl weltweit! Mündliche Nebenabreden gelten in den USA nicht, der Verkäufer hat am nächsten Tag sogar den Namen des Käufers vergessen und die Kooperationsbereitschaft verschwindet mit dem Zahlungseingang.
Wir freuen uns über weitere Hinweise, sollte noch jemand mit dem Thema Erfahrung gesammelt haben, schließlich müssen wir unseren Self-made-Camper auch wieder verkaufen 😉

Jetzt wollen wir mal mit den Gerüchten aufräumen, dass es schwierig oder gar unmöglich sei, als Nicht-US-Amerikaner in den Vereinigten Staaten ein Auto zu kaufen, einigermaßen bezahlbar zu versichern und zuzulassen. Der günstigste Vermieter von Campern war Wicked und kostete immer noch 45 € pro Tag. Bei einer Verweildauer in den USA und Kanada von knapp 100 Tagen war uns das zu teuer, also wollten wir ein Fahrzeug kaufen und dann wieder verkaufen.
Jan hatte im Vorfeld einige Internetforen durchwühlt und war nur auf negative Aussagen gestoßen. Autokauf in USA unmöglich, hieß es! Somit hatten wir bei unserem Round-the-world Ticket 2 Inlandsflüge mit American Airlines gebucht und den Autokauf nach Kanada verlegt. Nachdem wir aber bereits in Miami eher per Zufall ein in Frage kommendes Fahrzeug gesehen hatten und mit einem Autohändler sprachen, gingen wir sofort nach der Landung in Los Angeles (am Sonntag-Nachmittag) auf die Suche.
Innerhalb von 1,5 Tagen hatten wir ein Fahrzeug gefunden, gekauft, versichert und zugelassen. Hier ein paar Hinweise für zukünftige Autokäufer in den USA (nachmachen auf eigene Gefahr ;-))
Zulassung
Der Gebrauchtwagen hat in der Regel bereits Nummernschilder, die entweder neu angemeldet oder umgemeldet werden. Um gleich losfahren zu können, wird eine vorläufige Registrierung beantragt, die sichtbar in der Frontscheibe befestigt wird und drei Monate gültig ist. Sinnvollerweise wird der Wagen in dem US-Bundesstaat angemeldet, in dem er auch gekauft wird. Da Touristen in der Regel dort keine Postadresse haben (ein Wohnsitz ist nicht notwendig) besorgt man sich entweder eine oder, wie in unserem Falle, meldete der Händler einfach seine Geschäftsadresse. Nach 2-4 Wochen kommen dann die endgültigen Papiere, diese lässt man sich dann einfach zuschicken.
Versicherung
Alle Versicherungen, die wir angefragt haben, mit einer Versicherung auf unsere deutsche Adresse, waren unbezahlbar. Obwohl wir unsere ADAC-Mitgliedschaft dabei hatten, die angeblich mit dem AAA (das ist der US-ADAC) verknüpft ist, außerdem hatte Jan sich von seiner Versicherung die unfallfreien Jahre auf Deutsch und auf Englisch bestätigen lassen, alles nutzlos. Das günstigste Versicherungsangebot, welches wir mit deutscher Adresse bekamen, waren 2.300 Dollares für 6 Monate. Jetzt, mit der kalifornischen Adresse zahlen wir beim Versicherer „Statefarm“ 590,-$ für die Haftpflichtversicherung, immer noch streng, aber bezahlbar.
Die Dokumente
Der KFZ-Brief ist der „vehicle title“, auch „pink slip“ genannt, weil er rosa ist.
Ein Händler wird einen Kaufvertrag anfertigen, der dann als Eigentumsnachweis (Certificate of title) gilt. Die Nummernschilder bleiben i.d.R. am Fahrzeug, falls eine vorläufige Registrierung gemacht wurde, muss diese sichtbar am Fahrzeug angebracht werden (siehe oben).
Der Kauf selbst
Das ist das allereinfachste, vorausgesetzt, man kauft beim Händler, der will die Kiste ja verhökern. Die völligen Selbstverständlichkeiten, wie „mach eine Probefahrt“, „kauf keinen geklauten Wagen“, „sieh zu, dass keine größeren Schäden dran sind“, „überprüf den technischen Zustand so gut Du kannst“ und „glaube dem Verkäufer kein Wort, der wird eh alles tun, damit Du bei ihm kaufst“ lassen wir mal weg 😉
Damit man hinterher nicht allzu dumm aus der Wäsche schaut, hier ein paar Hinweise. Einige haben wir vorher recherchiert, andere haben wir hinterher teuer bezahlt:
– Smog-Check: das ist sozusagen die AU, Abgas-Sonderuntersuchung, hält zwei Jahre und ohne bekommt man kein Fahrzeug zugelassen
– „As Is – No Warranty“: Gebrauchtwagen, insbesondere ältere, werden von Händlern gerne so verkauft. Und das meinen die dann auch so. Wir haben unseren Wagen 5 Tage nach Kauf zum Händler zurück gebracht, weil ein Klappern, das Jan bereits bei der Probefahrt moniert hatte, nicht gemacht wurde und zusätzlich die Motorsteuerungsleuchte innen anging. Der Kat war kaputt! In Deutschland hätte sich der Verkäufer 10 Mal entschuldigt, in den USA wollten die von Reparatur zu Lasten Händler nix wissen und deuteten vielsagend auf die „As Is“-Klausel. Jan beschwor den Verkäufer, dann noch einen anderen, schließlich den Geschäftsführer. Nix zu machen. Erst als er recht laut und ungemütlich wurde, ließen sich die mexikanischen Gebrauchtwagenschieber auf ein halbe-halbe ein und ein neuer Kat wurde eingebaut.
Wir freuen uns über weitere Hinweise, sollte noch jemand mit dem Thema Erfahrung gesammelt haben, schließlich müssen wir unser Autochen auch wieder verkaufen 😉