Sambia, Afrika

written by am 15. Dezember 2010 | achived in Afrika, Sambia

Botswana ist – für afrikanische Verhältnisse – ein sicheres und auch keines der ganz armen Länder. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nicht trotzdem eine beträchtliche Anzahl an Einwohnern ohne Strom und fließendes Wasser lebt. Trotzdem ist beispielsweise Korruption in Südafrika ein viel größeres Thema als im Nachbarstaat Botswana. Auf dem Weg in die Kalahari bezahlte Jan brav den Strafzettel für zu schnelles Fahren und bekam auch gleich zwei Quittungen dafür.
Dass wir dann tiefer in den wilden Kontinent einstiegen, nachdem wir uns tapfer aus Botswanas Sümpfen rausgezogen hatten, merkten wir bereits an der Grenze zwischen Botswana und Sambia.
Der Sambesi ist zwischen Kasane/Kazungula und Livingstone auf sambischer Seite der Grenzfluss. Natürlich gibt es keine Brücke. Aber dafür zwei Fähren. Eine davon war allerdings gerade kaputt und so warteten wir am Ufer von morgens um elf bis nachmittags um vier, bevor wir übersetzen konnten. (manche LKW Fahrer warteten seit 4 Tagen…)Ohnehin leicht genervt von der ewigen Warterei, musste Jan nun für sich ein Visum besorgen, eine Straßennutzungsgebühr und eine Art Einfuhrzoll für Bigfoot bezahlen, eine separat abzuschließende Versicherung für Sambia ordern, die Fähre begleichen und den Fuzzi, der einige der Unterlagen bereits im Vorfeld besorgt hatte während wir warteten, mit Bargeld vergnügt halten. Nun gut, wenigstens waren wir endlich in Sambia.
Das Land hat ca. über 12 Millionen Einwohner und ist dafür um einiges größer als Deutschland. Nachdem wir ein paar Tage an den Victoriafällen verbracht hatten, fuhren wir von Livingstone nach Lusaka. Die Menschen die wir auf dem Weg trafen haben nicht viel, sind aber unglaublich freundlich. Viele winkten uns zu, kamen näher wenn wir eine Pause machten oder boten Kleinigkeiten zum Verkauf an, wobei dies aber niemals aufdringlich wirkte. Die Kinder, die uns Pilze anboten, waren vielleicht um die zehn Jahre alt. Wir zahlten für 3 große Pilze ca. 1,50 Euro – mit Sicherheit mehr als das doppelte des einheimischen Preises – aber die Kleinen freuten sich riesig über das Geschäft.
Sambia hat ungefähr 16 verschiedene Sprachen bzw. Dialekte, resultierend aus den Stämmen die in den verschiedenen Landesteilen ansässig waren und das zum Teil noch sind. In den touristischen Gegenden sprechen die meisten englisch, aber auf dem Land wird der Dialekt der Eltern gesprochen. Englisch wird zwar in der Schule unterrichtet, aber zum einen gehen viele Kinder nicht zur Schule, weil die Eltern zu arm sind, um für die Kosten aufzukommen und zum anderen müssen sie ja Pilze verkaufen am Straßenrand. Daher reicht es zur Verständigung nicht immer. Die Eindrücke bewegten uns. Hier und da überreichten wir ein paar Kekse, kauften Pilze und unsere Grüße wurden immer mit einem freundlichen Lächeln erwidert. Wir überholten einen LKW. Die Ladung „hängt merkwürdig“ herunter. Beim Näherkommen merkten wir, dass die bunten Lappen Kleidungsstücke sind und die Ladung sind Menschen, die sich auf der fast 100 km/h schnellen Fahrt an der Außenseite festhielten. Sambia ist ein unglaubliches Land, hat aber auch viele Schattenseiten, daher ist es umso bewundernswerter, wie freundlich und fröhlich die Menschen einem begegnen.
Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate. Dies erklärt den starken Rückgang der Lebenserwartung in den letzten fünfzehn Jahren von 60 auf inzwischen nur noch 37/38 JahrenVor vier Jahren gab es etwa 750.000 AIDS-Waisen in Sambia. Für das Jahr 2015 wird mit einer Million Waisen gerechnet, was 20%  der Kinder im gesamten Land entspricht. Die meisten der Waisen erhalten keine formale Schulausbildung. 6% leben auf der Straße. Nur etwa 1% findet Platz in einem Waisenhaus. Verglichen mit vielen Nachbarländern gilt die Menschenrechtssituation als gut. Allerdings ist unter anderem das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie die Versammlungs- und die Bewegungsfreiheit laut einem Bericht von Amnesty International eingeschränkt. Die Agentin eines Reisebüros, die wir in der Kafunta Lodge im Nationalpark trafen, erzählte uns, dass Schwule und Lesben in Hotels nur Doppelzimmer mit zwei separaten Betten buchen dürfen. Darüber hinaus hält Sambia hält auch im Jahr 2010 weiterhin an der Todesstrafe fest.  (Teile aus wikipedia)

Okavango Delta & Moremi Wildlife Reserve

written by am 1. Dezember 2010 | achived in Afrika, Botswana, in English, Reisevorbereitung

After I picked up Marco at Maun International Airport we prepared ourselves for the trip to Moremi and to Chobe National Park. We found out that the park permit was given by government at the Wildlife Reserve and all the campsites in the park were privately owned. Not enough we realized that the park permit for two persons including vehicle was more than 30 Euro per day. The campsite-fee even more! So we decided to get the park permit but camp in the bush. Unfortunately we got detected by a guide. He was not amused but we could leave the park without paying any fine. the whole story… »

Okavango und Moremi

written by am 30. November 2010 | achived in Afrika, Botswana

Okavango Delta & Moremi Wildlife Reserve
Marco kam am Mittwoch in Maun, dem Tor zum Okavango Delta, an und wir bereiteten uns auf den ersten größeren Trip vor. Dies sollte auch eine Herausforderung für Bigfoot sein, der seinen ersten Trip in die Kalahari problemlos überstanden hatte. Wegen einiger technischer Fragen kontaktierte Jan Toyota in Maun. Die nahmen aber ordentlich aus dem Reisebudget, so fragte Jan den besten Techniker, ob er nicht nach der Arbeit privat etwas Zeit hätte. Das nahm Sedi mit den Worten „That’s a deal!“ und einem breiten Grinsen gerne an. Nachdem wir herausfanden, dass der Motor seit 2.500 km nur mit einem Liter Öl lief, schütteten wir fleißig Öl nach und das komische Geräusch verschwand sofort. the whole story… »

Central Kalahari – the middle of nowhere

written by am 15. November 2010 | achived in Afrika, Botswana, in English

The road sign says “Central Kalarahi 200 m”. The GPS says “Off road”. I engage the 4WD of my Bakkie, take a deep breath and turn left into the middle of nowhere. I passed the last patrol station 250 km ago and the next one is in Maun – 500 km ahead. the whole story… »

Zentral-Kalahari – Bericht aus einer anderen Welt

written by am 15. November 2010 | achived in Afrika, Botswana

Das vorerst letzte Schild zeigt „Central Kalahari – 200 m“, das Navigationsgerät zeigt „Off Road“. Ich aktiviere den Allrad-Antrieb von „Bigfoot Peterson“, so wurde der Jeep von meinen südafrikanischen Freunden getauft, hole nochmal tief Luft und biege ab – ins Nichts! Die letzte Tankstelle liegt 250 km hinter mir, die nächste ist in Maun. Diese Stadt befindet sich bei meiner geplanten Route 480-500 km vor mir… the whole story… »

Expedition Southern Africa

written by am 28. Oktober 2010 | achived in Afrika, in English, Südafrika

Take a cheap flight to Johannesburg, buy a 4×4 and start driving up to Kenya – that was the plan. So I arrived in Jo’burg. Remember Marnus and Hon? The couple Verena and I met at one of the most beautiful beaches in the world – Ko Phi Phi (Island). They are living in Pretoria and offered that I stay a few days, until I had my 4×4, but during the preparation for the trip, it turned out that I underestimated the work, the knowledge, the details and last but not least the South African bureaucracy.
The vehicle: Only a Four Wheel Drive would bring me through the rough dirt roads, also a long range tank, diff-locks, only a Toyota-vehicle, other cars break down easily and I won’t get spare parts all over Africa. The 4×4 should not be too old, but also not too expensive. It wasn’t easy at all. Finally after almost two weeks I found a 19 year old Toyota Hilux at a dealership in Johannesburg. Marnus’ and Hon’s best friends are Chris and Alex. Chris is so to speak crazy about 4x4s. He helped me a lot with all his knowledge about cars tents and bush camping. He recommended a workshop where I spend all day to  finish the technical service.
Next big mission: How to register a car on a foreigner’s name? I got documents and documents. My passport, 2 photos, a proof of temporary residency with Marnus and Hon, confirmed by the police station, an electricity and water bill for their house, a bank confirmation about my financial independence and a (fake) return ticket. It is unbelievable but after spending about 8 hours in different queues in Pretoria and in Jo’burg,  I am still waiting for my registration. The papers are now on their way to Capetown to get a registration there; in the meantime I am back at the workshop, because the rear differential and the alternator of my Hilux decided to die on me.
Only because of the excellent service of Alex from DriveAfrica (www.driveafrica.co.za) I could get a registration with my name – now I am „living“ in Cape Town, but who cares 😉
Next step is a “Carnet de Passage” a document which is required in some African countries, if you want to travel through them.
After all Chris sent me a list of the most important stuff you should take with you. Have a look at this list.In a nutshell you can say that I was a bit hasty to think all those challenges would be met in one or two weeks.
But luckily I was staying at Hon and Marnus even more luckily that they have friends like Chris and Alex. All of them helped me a lot with all their knowledge about the local stores, dealerships, workshops, etc., they took me to all parties, drinking events and barbeques. Now I can tell that South Africans are as hard drinking as Germans are. Next competition will be the Oktoberfest 😉
I am staying here now for three weeks and they make me feel like I could stay another six. Either they are very good actors or we really got along very well 😉
Hopefully the vehicle will be repaired by tomorrow and I can start my trip to Kruger National park.

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