NZ’s Fjordland: Milford Sound & Routeburn Track
Geschrieben von admin am 28. Januar 2010 | Abgelegt unter Neuseeland
It was a shame that the the most famous of New Zenland’s “Great Walks” the Milford-Track was fully booked up to April. So we had a very rainy boat cruise on the Milford Sound. Then on a Friday morning we started to another Great Walk – “The Routeburn Track!” This track traverses 32 km trough the Fjordland National Park which is one of the most famous region on the Southern Island in NZ. To read more about our hiking experience (in german!) click here –>
In Neuseeland laden die “Southern Alps” wirklich zum Wandern ein. Es gibt hier einige so genannte Great Walks die zu den schönsten Wanderwegen der Welt gehören. Allen voran der „Milford Track“ von vielen als der schönste Wanderweg der Welt bezeichnet. Aber als Jan im November 2009 die 53 km lange Strecke über Stock und Stein im Internet buchen wollte, war der nächste freie Termin im April 2010. So mussten wir notgedrungen auf einen der anderen, weniger frequentierten Walks ausweichen. Verena war das ganz recht, denn für die erste Wanderung suchte sie den „Routeburn Track“ aus, der landschaftlich ähnlich reizvoll sein sollte jedoch mit 2,5 Tagen Wanderzeit, 31km Länge und Höhenunterschieden von knapp 800m für Anfänger eher zu bewältigen schien. Leider waren auch auf diesem Track alle Übernachtungsplätze in den Berghütten ausgebucht. Verena (!!) schlug vor, auf die noch freien Campingplätze auszuweichen und mietete kurzerhand ein Zelt, zwei Isomatten und Jan kaufte zähneknirschend noch einen warmen Schlafsack – da er immer im Urlaub Schlafsäcke kauft, ist er jetzt im Besitz von 4(!) Schlafsäcken
.
Dann wurden Getränke und Essen eingekauft, Regenzeugs sowie Ersatzunterwäsche eingepackt und nachdem die Rucksäcke zusammen ca. 23 Kilo wogen, beschlossen wir, auf warmes Essen für die nächsten drei Tage zu verzichten, um wenigstens die Gewichte für Gaskocher und Geschirr einzusparen.
Die Tour sah folgendermaßen aus
- Tag1: 2 Stunden, 150 Höhenmeter, 6km (zum Einlaufen)
- Tag2: 8 Stunden, 750 Höhenmeter, 13km (zum richtig Tod machen)
- Tag3: 4 Stunden, 500 Höhenmeter, 12 km (zum Auslaufen)
Am ersten Tag waren wir noch gut gelaunt, liefen mittags los und waren schon nach gut zwei Stunden am ersten Campingplatz. Dort trafen wir ein supernettes Pärchen aus Österreich (er Meteorologe, sie Ärztin) die uns alle Fragen zum Thema Wetter, Höhenlage, Kalorienverbrauch beim Wandern usw… beantworten konnten. Abends nach dem Zeltaufbau wurde dann zünftig gegessen, frisches Wasser aus dem Fluss geholt und die Zähne am Quell geputzt. Der Bergbach hatte mindestens 9°, also warm genug für Jan, um reinzuspringen.
Anschliessend kamen die Sandflies und sorgten für fluchtartiges im-Zelt-Verschwinden. Dort angekommen stellten wir fest, dass die Isomatten doch nicht den gleichen Komfort wie die Matratzen im Camper hergaben. Der Himmel war noch hell und schlafen konnte insbesondere Jan auch nicht. Am nächsten Morgen krabbelten wir ein wenig gerädert wieder aus dem Zelt, es hatte ca. 12° Außentemperatur, stiegen in die leckeren Klamotten vom Vortag und hatten 8 Stunden Wanderung vor uns. Es war so ziemlich die Hölle. Um zu verhindern, dass Jan dauernd tatendurstig losstürmte, hatte er von den 23 Kilo ungefähr 18 in seinen Rucksack eingepackt und gentleman-like Verena die restlichen 5 Kilo überlassen. Manchmal tat er Verena dann sogar leid, die ihn ächzend und schwitzend hinter sich laufen hörte. Die Aussichten von den Bergen jedoch machte einiges der Strapazen wieder gut (siehe Album „Routeburn-Track unter „See US!“). Nach genau 8 Stunden kamen wir am zweiten Campingplatz an und fielen erschöpft auf den Boden. Nach dem obligaten Zeltaufbau verschwand Jan im See (immerhin ca. 12°) und sogar Verena machte einen Versuch ins Wasser zu gehen, nachdem sie allerdings erst kalte Füße, dann kalte Waden und Knie bekam, wurde der Rückwärtsgang eingelegt.
An jedem Campingplatz trifft man meistens (wander)lustige Leute und kommt mit vielen ins Gespräch. Was soll man auch ohne Internet, Telefon oder sonstiges auch machen? Wir unterhielten uns mit einigen Israelis, unseren Ösi-Freunden und Zeltnachbarn natürlich und auch mit einem Pärchen aus Polen, die bereits seit 18 Monaten unterwegs sind und noch ca. ein ganzes Jahr vor sich haben – das toppte dann sogar unsere lange Weltreise.
Am dritten Tag kamen wir mit ordentlichem Muskelkater aus dem Zelt und die letzten vier Stunden der Wanderung – anfangs im Nebel, dann im Regen – zogen sich gewaltig. Aber zum Schluss haben wir es dann doch geschafft. Mit vielen Blasen an den Füßen und noch mehr Moskito- und Sandfly-Stichen kamen wir vom Ende des Tracks per Daumenexpress in die nächste Stadt, von dort aus mit dem Bus dann zurück nach Queenstown wo unser Camper, in den glücklicherweise nicht eingebrochen wurde, auf uns wartete.
Jan war so begeistert, er will sofort wieder in die Berge, Verena hingegen wartet bis auf die Gletscher in Patagonien, aber eine tolle Erfahrung war es auf alle Fälle.
5 Kommentare »
am 28. Januar 2010 um 10:44 1.Stefan&Yasmine schrieb …
Hallo, toll dass ihr es geschafft habt – wir sind nun auch endlich wieder in der Zivilisation!!! Haben uns sehr über den Postkasten vor dem Zelt gefreut – wollten mit dem Losgehen warten bis der Regen vorbei ist (Lazy Sunday
Wir freuen uns schon auf gemeinsame Wanderungen in Österreich.
Schöne Weiterreise
Stefan&Yasmine
P.S. Die Homepage ist super! Werden sicher eure Reise virtuell mitverfolgen.
am 28. Januar 2010 um 11:56 2.Franzi schrieb …
Hahaha *gg* Das Bild oben ist ja ma sau geil
Aber wenn ich sowas mitmachen muss, wenn ich euch “besuche”, überleg ich mir das dann wohl doch nochmal……
am 30. Januar 2010 um 13:32 3.Cliff Schröder schrieb …
Hi NZ-Camper!
Nach diesem Bericht weiß ich endlich was das Beste birthday-present für Jan ist:
JEDE MENGE KALTES WASSER!!!
Also Verena:
Buche bereits vor!
Weiterhin “good tramp”
cliffobello
am 30. Januar 2010 um 17:03 4.claudia Manasek schrieb …
Hallo ihr beiden,
super, daß ihr gewandert und begeistert seid.Interessantes Bild was ihr in den Rücksäcke eingepackt habt,hi! Wir würden auch gerne wandern aber unsere Kids würden meckern.
Viel spaß beim tramp!!!
Ciao Schwesterherziiii
am 1. Februar 2010 um 15:38 5.Nachbarin schrieb …
Hi,
klingt toll und spannend. Wir haben es uns damals einfacher gemacht und sind mit dem Schiff den Milford Sound entlang gefahren. Aber wir hatten leider auch nicht so viel Zeit. Die Sandfliegen haben wir auch noch in grausamer Erinnerung.
Wollen wir uns im Sommer in Kanada treffen?
Wünsche euch weiterhin viel Spaß und gesunde Füße!
Ganz liebe Grüße und bis bald mal wieder via skype or mail.
CU
Ellen